Christmas Post
Malzeit liebe Leser! Wir sind sicherlich nur noch 3 oder 4 Mann, da sich alle Anderen aufgrund der wenigen Artikel sicherlich aus dem Staub gemacht haben. Dafür wird's aber auch gleich viel intimer - aber genug der einleitenden Worte und rein ins Disaster.Wie vielleicht einige wissen, hat der Autor alle Anstrengungen auf sich genommen und ist Weihnachten nach Germania zurückgekehrt und mit der Familie ordentlich Geschenke aufzureißen. Der Trip zu dieser Feierlichkeit sollte aber ein ganz besonderer werden. Als ich am Flughafen von Atlanta am Check-In Schalter stand fiel mir doch tatsächlich auf, dass mein Flug zwar nach New York ging (La Guardia Ariport), ich aber vom JFK Airport nach Europa fliegen sollte (in diesem Fall erstmal nach London, dann nach Berlin). Im Klartext heißt dies: Der Förster rennt mit ca. 20 kg Gepäck durch New York und macht sich fast ein, weil er seinen Flug nicht mehr bekommt. Doch die Rettung nahte in Gegenwart von Garfield:

Ja, dieser nette Herr heißt wirklich so und steht auch unter meinem persönlichen Schutz, da er das New Yorker Taxi bezahlt hat, welches uns in Batman-Geschwindigkeit zum anderen Flughafen (JFK) gebracht hat. Er hatte nämlich den gleichen Flug und war sich nicht im Klaren, dass es unterschiedliche Flughafen zu bewältigen galt. Wie dem auch sei, Garfield und Andreas irrten durch die New Yorker Nacht, immer getrieben von der American Airlines-Uhr, aber dennoch pünktlich am Check-In Schalter für den Flug nach Europa!!! Puh, dit hätten mir! Doch die Spannung ist noch nicht vorrüber: Unser Flug hatte eine Verspätung und wir kamen erst eine Stunde später weg als geplant - da hätt ich also auch von einem Flughafen zum anderen locker laufen können. ;-) Somit verpasste ich meinen Anschlussflug in London nach Berlin. Damn it, dachte sich meiner einer, nun hieß es Ersatz auftreiben - in Form eines Fluges nach Düsseldorf + eines Fluges von Düsseldorf nach Berlin. Manch ein Leser hat sich aufgrund der Dramatik bestimmt schon verabschiedet, den Zurückgebliebenen zeige ich ein Bild des Ekels:

So sieht man aus, wenn man seit 30 Stunden auf den Beinen ist (mein Flug von Atlanta ging erst spät am Abend), man 4 mal landet und startet und generell nicht mit einem guten Aussehen gesegnet ist. Wie dem auch sei, alles war nun dufte, dass verloren gegangene Gepäck war nach 5 Tagen auch zu Hause (welch schönes Wort) angekommen und ich war glücklich. Da es mir nun zu intim wird und ich nicht weiß wer mitliest ein paar Stichworte:
- Familie geherzelt
- Weihnachtsmann gespielt
- Zeit genossen
- wenig geschlafen
- bissl gefeiert
So, 5 Punkte müssen reichen, denn der gemeine Ausflug ist noch nicht zu Ende. Der Plan lautete wie folgt: Herr Follmann verweilt in England, England = Weltstadt, beim Follmann kostenlos pennen um dort Silvester zu feiern. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Also wieder rein in den Flieger (am 30.12) und rüber auf die Insel. Dort angekommen hatte ich ein Dejavu der besonderen Sorte. Ich kam wieder gegen Mitternacht an (NEVER FLY AT MIDNIGHT) und braucht geschlagene 3 Stunden um vom Flughafen, um in meine Unterkunft zu gelangen. Auf dieser Reise mit Bus und Bahn lernte u.a. Emma aus Wisconsin/USA kennen, die so krass auf ihr Land geschimpft hat, dass mir als Halb-Amerikaner *prahl* schon fast das Ohr blutete. Dann wurde ich zum 1. Mal in meinem Leben von einem Homosexuellen angemacht (die Nacht um 1.30 Uhr mitten in London's City mit 7 kg Gepäck und stinkenden Achseln) und habe Drogenabhängigen beim Koksen vor einer Polizeistation zugeschaut (für mich als Dorfjungen was ganz Neues). Die längere Version dieser Erzählung können sich bestimmte Leser dann im März oder April bei mir abholen, jedenfalls kann man sich vorstellen, dass ich gut gelaunt ins Bett fiel. Am nächsten Morgen fand ich mich in der Tube (U-Bahn) von London wieder, mir gegenübersitzend die zwei Party-Bratzen Andreas und Christoph(er).

Die beiden sahen so richtig nach Kultur und Sight-Seeing aus und so schleppte ich sie quer durch London's Innenstadt und nochmal zurück. Kannte mich dank meiner Ankunft schon bestens aus und wusste wo es die besten Drogen zu kaufe.....ääähhhh.....ich meine wo man was sehen kann. Zum Beweis meiner Reise habe ich auch noch ein Wahrzeichen fotografiert.

Man beachte den schüchternden Mann auf der linken Seite, der sich geschickt in Szene setzt, und mit Big Ben um die Wette strahlt. In den darauffolgenden Stunden bis Silvester haben wir jedenfalls wir gesehen, gestaunt und rumdiskutiert, ob 50 Pfund für einen Club-Eintritt gerechtfertigt sind. Aber davon erfährt der Leser in einem der nächsten Artikel, denn der Autor ist nun müde und verabschiedet sich. Seid gewiss, da kommet mehr ....
PS: Es wurde geschrieben wie gesprochen, eventuelle Schreibfehler sind also Zufall und fallen auf schelchte Aussprache zurück.