Wochenrückblick I
Wie schon im letzten Artikel versprochen, bemüht sich der Autor dieses Blog redlich, die zeitlichen Abstände seiner Nachrichten klein zu halten. Und ungefähr eine Woche ist doch schon ein guter Schnitt.Arbeitstechnisch hat die Woche hat so angefangen, wie die letzte aufhörte - mit jeder Menge Maloche. Aber ich komme ja aus der dazugehörigen, sozialen Schicht und so habe ich am Montag (10.10.2005) von 9.00 bis 21.00 Uhr gearbeitet. Natürlich bestanden die 12 Stunden im Büro auch aus Tischfussball spielen und Mittagessen aber dennoch habe ich ganz schön rotieren müssen, damit el Cheffé auch zufrieden war. Dank der Mithilfe meines erfahrenen Mit-Praktikanten habe ich aber alles fristgerecht liefern können und meinen Soll erfüllt.
Am Dienstag habe ich dann einen Anruf von meinem Chef aus Frankfurt bekommen (wir sind schließlich international tätig *protz* *prahl*), der sich für die Mehrleistung bedankt hat und damit war die Sache auch wieder in Ordnung. Der Mittwoch hat dann unterhaltungstechnisch geknallt. Ich war mit meinen Kollegen (oder besser Mit-Praktikanten) beim Eishockey und habe den Atlanta Thrashers zugejubelt. War natürlich wieder allet komplett durchorganisiert von Seiten der Veranstalter, denn die Amis wissen, wie man ein Sportevent leitet. So gibts erstmal eine gepflegte Show vor dem eigentlichen Spiel mit Feuer, Lichtern und jeder Menge Gegröhle.

In der Heimatstadt von Coca-Cola gibt es natürlich auch eine VIP-Couch und kostenlose Freigetränke.

Dumm nur, dass meiner einer 50 Meter entfernt saß, dafür war die Aussicht besser. Um die Team auch anzufeuern, gab es jede Menge solcher Plastik-eishockeyschläger, die mächtig Krach machen, wenn man sie aufeinander schlägt.

Nu fragt sich manch ein Leser bestimmt, wer dat Mädel auf dem Foto is. Nein, dit is keine Wurstverkäuferin, die ich aus Habgier überfallen hab, sondern eine Mitpraktikantin der Lufthansa. Um einen bessern Eindruck zu bekommen - hier mal noch ein Gruppenfoto:

[v.l.n.r.: Timo (mit dem ich zusammenarbeite), Barbara (die im "Sales-Department" das Marketing macht) und Abdulla [klingt ur-deutsch und kommt aus Stuttgart (spricht auch so) - arbeitet auch im Sales-Büro]]
Wie man sieht, war die Stimmung schon fast am Siedepunkt (man beachte die lustlos gehaltenen Mini-Hockeyschläger) - es fehlte nur noch mehr Entertainment. Dies bekamen wir in den 3 Pausen geboten, so gab es jede Menge Spiele, in denen z.B. menschliche Pucks einen Hindernisparcour zu überwinden hatten. Im halbtrunkenen Zustand ist dat zumindest wirklich lustig.

Ich werde in den nächsten Tagen auch noch ein Video von diesem Abenteuer auf die Seite stellen - dann ist der Leser mittendrin, statt nur dabei.
Weiter geht's in den Wochentagen. Donnerstag (13.10.2005) wurde ich nach Feierabend von einem Chef des "Sales-Department" - das ist der andere Teil des Headquarters, ich arbeite für "Handling" - zum After-Work-Drink eingeladen. Wir hatten uns beim Tischfußball kennengelernt und ich hab' den Inder gleich ins Herz geschlossen (jawoll, wir haben hier viele Mitarbeiter aus dem Land der heiligen Kühe). Dort angekommen, legte ich gleich mal ein deutsches Trinktempo vor und zeigte den eingewanderten Amerikanern, wo der biertechnische Hammer hängt. Als sich dann noch herausstellte, dass wirklich der gesamte Abend fremdfinanziert wurde, war das Eis endgültig gebrochen. Zum Ende mußte dann die Förstersche-Rechnung in Höhe von ca. 45 Dollar (5 x 6,-Dollar-Bier + 10,- Dollar-Nacho-Teller mit Shrimps + Trinkgeld) beglichen werden, wobei mein Geldbeutel unangetastet blieb - dafür verdient er ja auch mehr. ;-) Die Bedienungen waren übrigens halb-nackt (schwarze Unterhöschen und nur BHs), da halt hauptsächlich Geschäftsmänner da waren und die wollten was zum Gucken haben. Tja, Geld regiert die Welt. Wie dem auch sei, die Woche neigte sich dem Ende und so entdeckte ich noch ein wenig die Stadt mit meinem "Checker Pig-Fahrrad", welches mir mein Mitbewohner zur Verfügung stellt.

Is' natürlich kaum zu glauben für Amerikaner, dass einer freiwillig Fahrrad fährt - aber Kraft meiner Brotsuppe halte ich den Blicken stand. Mein Mitbewohner ist halt sehr cool und so werden wir sicherlich auch nochmal einen richtigen Ausritt in die Natur machen, da er noch einen weiteren Drahtesel sein Eigen nennt.
So, nun haben meine Finger Blasen vom vielen Schreiben. Werde schnellstmöglich über die vergangene Woche (17.-23.10.2005) berichten. INDIANEREHRENWORT - upps, dit darf ick hier nicht zu laut sagen, dass hören die Amis nich so gern ... *duck*
1 Kommentare:
Mann ....
Foerster ...
so biste eben ...
Man sieht, Du hast eine Menge Spass, dort drueben.
Mach weiter so, viel Spass.
LG
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