Samstag, Oktober 01, 2005

Zunächst einmal möchte ich mich bei den zwei Schnitten bedanken, die im letzen Post ihre Kommentare abgelassen haben - jeder Kontakt nach Hause macht mich wirklich glücklich, ehrlich.

So, aber genug der Heulkrämpfe und rein ins bunte Leben. Den vergangenen Donnerstag habe ich damit verbracht die Umgebung zu erkunden, mich am Pool zu lümmeln und mit Gene die Supermarkets leerzukaufen. Ihr fragt ganz neu-deutsch: Who the fuck is Gene? Goooooood question! Fleissige Leser werden wissen, dass ich einen Mitbewohner names Glen Clark habe, der aber gerade in Deutschland im Urlaub verweilt. Sein 78-jähriger Vaddi Eugene "Gene" Clark hat sich meiner angenommen und fährt mich jetzt durch die Gegend, lädt mich zum Essen ein (ein Hoch auf Wendys) und erklärt mir Baseball.

Foto gefällig:


So, dieser Ersatzopi geht jetzt wie gesagt auch mit mir einkaufen. Aber wat sich simpel anhört, ist im Land der Waffenfreiheit und teuren Autos für einen Ur-German wie mich schon eine Herausforderung. So habe ich heute unter anderem eine Süßkartoffel erstanden, die bei dem Amis als der Snack schlechthin gilt. Desweiteren wanderte in unseren Einkaufskorb eine Pringels Packung Typ "Trivial Pursuit," wo den Amis beim Knabbern noch ein bissl Allgemeinbildung in Form von Fragen nähergebracht wird (zumindest besser als Schildkrötensuppe). *zu bastian schiehl*




Nichtzuletzt das reichhaltige Angebot von Coupons (im Ossi-Deutsch auch "Wertmarken" genannt) sorgt dafür, dass ich ganze Mahlzeiten umsonst bekomme. So habe ich für 1 x Käsemakkaroni und 1 x Salamipizza 2,18 Dollar bezahlt und noch von einer knackigen Schwarzen mit määäächtigem Holz vor der Hütte einen schönen Abend gewünscht bekommen.

So, nun bin ich erschöpft vom vielen Schreiben und weiß auch nicht, ob die wenigen Leser Lust haben so viel auf einmal zu lesen oder immer kleine Erzählstunden-Häppchen wollen.
Zu guter Letzt aber noch eine kleine Geschichte, die unseren Grünen-Wähler die Tränen in die Augen treibt und von einer anderen Welt erzählt. Der Andreas lümmelt gerade so am Pool und bräunt seinen von harten Tränenattacken gestählten Traumkörper, da beobachtet er folgende Situation: Frau kommt aus Haus, hat 2 Müllsäcke in der Hand, steigt mit diesen ins Auto, fährt damit genau 200 Meter, wirft diese in den dortigen Müllcontainer, kommt wieder zurück und kehrt seelenruhig ins traute Heim ein. Dit lass ick mal so stehen und hoffe, dass möglichst viele Amerikaner diesen Artikel lesen (vorausgesetzt sie überwinden ihren Nationalstolz und lernen Deutsch als zweite Sprache).

1 Kommentare:

At 12:58 PM, Blogger Maria gab folgenden Senf dazu ...

Hallo Andreas, (fr)essen und lernen - geht wohl nur da drüben. *gg* Die Spam-Kommentare kannst du übrigens auch löschen.

So und nun schieb dir noch einen Pringels rein und bilde dich weiter!

Einen lieben Gruß aus Berlin!

 

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