Montag, Januar 09, 2006

Christmas Post

Malzeit liebe Leser! Wir sind sicherlich nur noch 3 oder 4 Mann, da sich alle Anderen aufgrund der wenigen Artikel sicherlich aus dem Staub gemacht haben. Dafür wird's aber auch gleich viel intimer - aber genug der einleitenden Worte und rein ins Disaster.

Wie vielleicht einige wissen, hat der Autor alle Anstrengungen auf sich genommen und ist Weihnachten nach Germania zurückgekehrt und mit der Familie ordentlich Geschenke aufzureißen. Der Trip zu dieser Feierlichkeit sollte aber ein ganz besonderer werden. Als ich am Flughafen von Atlanta am Check-In Schalter stand fiel mir doch tatsächlich auf, dass mein Flug zwar nach New York ging (La Guardia Ariport), ich aber vom JFK Airport nach Europa fliegen sollte (in diesem Fall erstmal nach London, dann nach Berlin). Im Klartext heißt dies: Der Förster rennt mit ca. 20 kg Gepäck durch New York und macht sich fast ein, weil er seinen Flug nicht mehr bekommt. Doch die Rettung nahte in Gegenwart von Garfield:



Ja, dieser nette Herr heißt wirklich so und steht auch unter meinem persönlichen Schutz, da er das New Yorker Taxi bezahlt hat, welches uns in Batman-Geschwindigkeit zum anderen Flughafen (JFK) gebracht hat. Er hatte nämlich den gleichen Flug und war sich nicht im Klaren, dass es unterschiedliche Flughafen zu bewältigen galt. Wie dem auch sei, Garfield und Andreas irrten durch die New Yorker Nacht, immer getrieben von der American Airlines-Uhr, aber dennoch pünktlich am Check-In Schalter für den Flug nach Europa!!! Puh, dit hätten mir! Doch die Spannung ist noch nicht vorrüber: Unser Flug hatte eine Verspätung und wir kamen erst eine Stunde später weg als geplant - da hätt ich also auch von einem Flughafen zum anderen locker laufen können. ;-) Somit verpasste ich meinen Anschlussflug in London nach Berlin. Damn it, dachte sich meiner einer, nun hieß es Ersatz auftreiben - in Form eines Fluges nach Düsseldorf + eines Fluges von Düsseldorf nach Berlin. Manch ein Leser hat sich aufgrund der Dramatik bestimmt schon verabschiedet, den Zurückgebliebenen zeige ich ein Bild des Ekels:



So sieht man aus, wenn man seit 30 Stunden auf den Beinen ist (mein Flug von Atlanta ging erst spät am Abend), man 4 mal landet und startet und generell nicht mit einem guten Aussehen gesegnet ist. Wie dem auch sei, alles war nun dufte, dass verloren gegangene Gepäck war nach 5 Tagen auch zu Hause (welch schönes Wort) angekommen und ich war glücklich. Da es mir nun zu intim wird und ich nicht weiß wer mitliest ein paar Stichworte:

- Familie geherzelt
- Weihnachtsmann gespielt
- Zeit genossen
- wenig geschlafen
- bissl gefeiert

So, 5 Punkte müssen reichen, denn der gemeine Ausflug ist noch nicht zu Ende. Der Plan lautete wie folgt: Herr Follmann verweilt in England, England = Weltstadt, beim Follmann kostenlos pennen um dort Silvester zu feiern. Klingt jetzt komisch, ist aber so. Also wieder rein in den Flieger (am 30.12) und rüber auf die Insel. Dort angekommen hatte ich ein Dejavu der besonderen Sorte. Ich kam wieder gegen Mitternacht an (NEVER FLY AT MIDNIGHT) und braucht geschlagene 3 Stunden um vom Flughafen, um in meine Unterkunft zu gelangen. Auf dieser Reise mit Bus und Bahn lernte u.a. Emma aus Wisconsin/USA kennen, die so krass auf ihr Land geschimpft hat, dass mir als Halb-Amerikaner *prahl* schon fast das Ohr blutete. Dann wurde ich zum 1. Mal in meinem Leben von einem Homosexuellen angemacht (die Nacht um 1.30 Uhr mitten in London's City mit 7 kg Gepäck und stinkenden Achseln) und habe Drogenabhängigen beim Koksen vor einer Polizeistation zugeschaut (für mich als Dorfjungen was ganz Neues). Die längere Version dieser Erzählung können sich bestimmte Leser dann im März oder April bei mir abholen, jedenfalls kann man sich vorstellen, dass ich gut gelaunt ins Bett fiel. Am nächsten Morgen fand ich mich in der Tube (U-Bahn) von London wieder, mir gegenübersitzend die zwei Party-Bratzen Andreas und Christoph(er).



Die beiden sahen so richtig nach Kultur und Sight-Seeing aus und so schleppte ich sie quer durch London's Innenstadt und nochmal zurück. Kannte mich dank meiner Ankunft schon bestens aus und wusste wo es die besten Drogen zu kaufe.....ääähhhh.....ich meine wo man was sehen kann. Zum Beweis meiner Reise habe ich auch noch ein Wahrzeichen fotografiert.



Man beachte den schüchternden Mann auf der linken Seite, der sich geschickt in Szene setzt, und mit Big Ben um die Wette strahlt. In den darauffolgenden Stunden bis Silvester haben wir jedenfalls wir gesehen, gestaunt und rumdiskutiert, ob 50 Pfund für einen Club-Eintritt gerechtfertigt sind. Aber davon erfährt der Leser in einem der nächsten Artikel, denn der Autor ist nun müde und verabschiedet sich. Seid gewiss, da kommet mehr ....

PS: Es wurde geschrieben wie gesprochen, eventuelle Schreibfehler sind also Zufall und fallen auf schelchte Aussprache zurück.

Freitag, Januar 06, 2006

Lieber Lese ...

Haltet aus und harret der Dinge die da kommen. Das Wochenende bringt sicherlich die ein oder andere Zeile ... *selbst druck mach*

Montag, Dezember 12, 2005

Can anybody hear me ...

Nach knapp einem Monat melde ich mich zurück, die Faulheit habe ich für diesen Tag besiegt und so gibt es in 1 oder 2 schmackigen Sätzen viel zu erzählen. Fotos werden heute noch keine geliefert, dit wird allet nachgeholt. *vertröst*

Vor zwei Wochen haben wir (mein Mitpraktikant Markus und ein paar Kollegen) zusammengetan und ein Auto gemietet. Dank Lufthansa-Rabatt gings in Richtung Outlet Mall und rein ins bunte Vergnügen. Nicht das die Geldbörse viel hergeben würde, aber dank dem "Kredit" in Kreditkarte hab ich's richtig krachen lassen und mächtig eingekauft. Am Tag danach sind wir dann in Richtung Stone Mountain (größerer Berg außerhalb von Atlanta) und sind in einem deutschen Restaurant eingekehrt. Die Portionen waren klein und der Hunger groß, so dass dieser Teil der Geschichte hier nicht weiter erläutert wird. Andres hingegen das "wahre" Amerika, was schon eine Erzählung wert ist. Kaum waren wir weiter als 20 Meilen aus der Stadt, kommt man sich vor wie in einem Film oder in einem Armutsland. Die Farben sind deutlich grauer als in Deutschland, die Straßen eine Farce und die Menschen noch einfach aber nett. Im krassen Gegensatz dazu hat man die Großstädte, wo man teure, hübsche und sicherlich intelligente Menschen antrifft, die aber alle doch recht oberflächlich wirken. Diese Aussagen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, stark subjektiv geprägt und gelten auch nur für Teile der Bevölkerung *schnell schlichtend einwirk*.

Die letzten zwei Wochenenden wurde dann kräftig gefeiert, fragt mich warum aber die anderen Praktikanten schleifen mich hier durch die verschiedensten Clubs von Atlanta, und so verwundert es nicht, dass ich auch "Schnittentechnisch" (die Leserinnen unter uns verzeihen mir sicherlich diese unqualifizierte Beschreibung) einiges zu sehen bekomme. Es liegt wahrscheinlich an meinem halsbrecherischen Englisch, dass man mir 5 mal am Abend an den Po fasst, und das Ganze dann noch als Vorbeigehen tarnt. Die Hartgesottenen unter uns mögen bei dieser Zahl nur müde lächeln, aber die US-Mädels gehen mit einer Offenheit und Grifffestigkeit ans Werk, dass man die Worte prüde und Amerika nicht in Verbindung bringen würde - jedenfalls nicht in den Clubs dieser Nation.

Ich will den gemeinen Leser nicht länger mit langen Texten langweilen, so dass ich meinen zarten Absatz nun beende und auf das baldige Update verweise, welches (hoffentlich) viele Bilder enthalten wird. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Vorweihnachtszeit. Der Andreas

Freitag, November 18, 2005

Downtown at its best!!!

Jawoll, der Andi ist im Vollrausch und schreibt sich gerade zur Ekstase - deswegen gleich noch 'ne Geschicht hinterher. Waren am vergangenen Wochenende in Downtown, was so ungefähr die Ecke in Atlanta ist, wo man nach 18 Uhr nicht mehr aus dem Fenster guckt, geschweige denn rausgeht - schon gar nicht als Weißer. Drum flugs am frühen Samstagmorgen auf den Weg gemacht und das
-Worldnewscenter
besucht. Dort kann man zum Beispiel mit der längsten freistehenden Rolltreppe der Welt fahren - das ist für den gemeinen Ami schon Kultur genug.



Ansonsten muss man jetzt nicht unbedingt da gewesen sein. Sicher, es ist ganz nett mal eine Führung durch solch eine Einrichtung zu erhalten, den bekanntesten Newsroom der Welt zu sehen usw. usw. Aber mich kann das halt nicht schocken und diese Abgeklärtheit ist schon fast wieder erschreckend. Da hier CNN sein Hauptquartier hat tummelt sich auch ein netter Schwanz von Nebensendern in dem Gebäude - CNN Enspanol, CNN Business, alles nette Erfindungen vom Weltverbesserer Ted Turner.



Nach ca. 30 Minuten war die 10-Dollar-teure Veranstaltung zu Ende und wir vegruben uns abermals in den Weiten der schwarzen Gesellschaft - soll heißen: Atlanta Underground. *grusel* Hier wurde Atlanta gegründet, hier ist die wahre Hood und hier wurde auch die erste Coke mit Kohlensäure verkauft.



Alle Zuckerfanatiker werden jetzt sicherlich auf die Knie fallen, ich hingegen hab mich beim



erstmal mit Prezeln und nem Smoothie versorgt. Aso, ich kämpfe trotz dieser Zeilen gegen die allgemeine Fettleibigkeit, die jedem Einwanderer droht, der nach Amiland kommt. Aber isch glaube, den Kampf hab ick verloren ... *schnief* *schnüffel* *zum Trost ein wenig Speiseöl trink*

Hui, die Zeit vergeht im Amiland wirklich schnell. So, oder so ähnlich hab ich mir über Tage meine Ausrede einfallen lassen, warum ich erst jetzt wieder was von mir hören lasse. Doch hat sich die lange Zeit des Wartens für den geübten Leser gelohnt? Wir werden sehen:

Am 08.11. war erstmal ordentlich NBA angesagt. Da ich nunmal ein Glückskind bin, hatte ich zwei Karten gewonnen und so begab ich mich mit meinem neuen "Buddy" Markus zur Phillips Arena. Dort angekommen, gab es erstmal T-Shirts satt, da es das erste Spiel der Saison war. Andreas "Raffzahn" Förster gab natürlich seinen ganzen Charme und ergatterte neben 3 Shirts auch noch eine CD-Hülle in Basketball-Form - der absolute BURNER! Und obwohl ich schon im 7. Himmel war, gab's obendrauf noch ein Foto mit dem Maskottchen der Atlanta Hawks.



Wir hatten echt gute Plätze bekommen und saßen nur einen Steinwurf vom Spielfeld entfernt. Da meiner einer ja immer mittendrin statt nur dabei sein will, machte es mir dann auch nix aus, dass wir den "Schwarzen" Block erwischt hatten. Um uns herum nur Afroamerikaner ;-), aber die zündeten ein Feuerwerk der Extraklasse. Vor uns 6 schwarze Mädels die für die heimischen Hawks waren, hinter uns 4 schwarze "Möchtegern-Hip-Hopper," die bei jedem Korb der Lakers mit einem Rap die Mädels dissten. Der absolute Wahnsinn. Zum Schluss hätte nur noch meine Pigmentierung stimmen müssen und man hätt mich von meinen Brüder nicht mehr trennen können. Was die Truppe getanzt, gefeiert und gefuttert hat, stockt mir als konservativem Deutschen den Atem. Neben der Party wurde natürlich auch noch gespielt - und die Lakers zogen die Hawks kräftig ab (100+ Punkte).

Dienstag, Oktober 25, 2005

Wochenrückblick II

Da sach nochmal einer der Andreas kriegt kaum einen Hauptsatz zusammen und ist der deutschen Sprachen nur im betrunkenen Zustand mächtig: Innerhalb von nur 13 Tagen kommt das nächste Beiträge - also hoch die Tassen!!!

Najut, letzte Woche Montag wurde ich von meinem Chef erneut mit Arbeit zugemüllt, so dass kaum Zeit bleibt meine Fähigkeiten im Bereich Tischfussball zu erweitern. Weiß nicht, ob ich das hier schon erwähnt habe aber wir haben einen professionellen Kicker-Tisch in einem der Meeting-Räume und so wird zweimal am Tag das Armgelenk belastet und ordentlich gezockt. *arian kräftige niederlagen androh*

Die neue Maloche ließ mich aber erstmal kalt, da ich am Dienstag und Mittwoch für Erkundungstage am Flughafen verplant war. Soll heißen: Wir wackeren Bürotypen sitzen im Edelviertel von Atlanta und sollen uns nun mal am Flughafen anschauen, wie Arbeit wirklich riecht, schmeckt und aussieht. Das dabei nicht selbst Hand angelegt wird, versteht sich von selbst *müde lächel* Am Dienstag dort angekommen, hatten wir erstmal Glück, denn ein Frachter hatte Verspätung (hehe, typisch Lufthansa) und so durften wir durch den Sicherheitsbereich und uns die Maschine anschauen.



"Is jetzt nicht so der Wahnsinn" höre ich einige Leser dort rufen und das stimmt auch. Die Maschine ist halt total entkernt und Platz für Container aller Art zu schaffen aber allein der Besuch des Cockpits war mal ganz interessant.

Die ganze Zeit war an sich ganz entspannt und wir haben uns mal entspannt von der Arbeit im Büro. Im Oktober knallt hier nämlich auch ordentlich die Sonne vom Himmel (alles wolkenlos versteht sich), so dass man hier in T-Shirt gepflegt den Oberarm präsentieren kann. Donnerstag und Freitag waren normale Arbeitstage und an denen wird so vor sich hingelebt. Bin am Freitag zwar mit dem Auto vom Chef (neuer A6 all-inclusive) durch Atlanta geheizt, aber ich bin älter und reifer geworden - da können mich sexy Autos mit edlem Holzinterieur und famosen Leistungswerten nicht mehr schocken. Aber am Samstag .......

Ja, am Samstag wurde das erste Mal in die Outlet-Mall gefahren. Mir war es schon vorher bewusst aber an diesem Tag wurde auch Außenstehende Zeuge davon, dass der Autor dieses Berichts dem Konsum verfallen ist. Mit 6 Tüten voll geiler Markenstoffe (u.a. Timberland u.a. Ralph Lauren) konnte ich nur schwer (m)einen Platz im Auto belegen und habe nun sämtliche finanzielle Planungen über Bord geworfen. Es ist halt schon crazy, wenn die Amis nicht ein Geschäft mit mehreren, unterschiedlichen Artikeln haben, sondern du halt ein Geschäft mit einer Marke hast. Dafür kannste dann halt Basecaps in jeder Form und Farbe kaufen.



Da ich nicht jeden Beitrag so in die Länge ziehen möchte, beende ich diesen Artikel mit ein paar Impressionen aus dem Land der angeblich unbegrenzten Möglichkeiten. Gerade P.I.M.P.s müsste bei dem Anblick von Frauen in Bussen



und den Autos + Felgen auf den Straßen (Wie, deine sind nur 25 Zoll groß?)



mächtig einer abgehen. Mit diesen Worten verabschiede ich mich von der Leserschaft und hoffe ein Bruchteil hält mir die Treue bis zum nächsten Artikel.

Montag, Oktober 17, 2005

Wochenrückblick I

Wie schon im letzten Artikel versprochen, bemüht sich der Autor dieses Blog redlich, die zeitlichen Abstände seiner Nachrichten klein zu halten. Und ungefähr eine Woche ist doch schon ein guter Schnitt.

Arbeitstechnisch hat die Woche hat so angefangen, wie die letzte aufhörte - mit jeder Menge Maloche. Aber ich komme ja aus der dazugehörigen, sozialen Schicht und so habe ich am Montag (10.10.2005) von 9.00 bis 21.00 Uhr gearbeitet. Natürlich bestanden die 12 Stunden im Büro auch aus Tischfussball spielen und Mittagessen aber dennoch habe ich ganz schön rotieren müssen, damit el Cheffé auch zufrieden war. Dank der Mithilfe meines erfahrenen Mit-Praktikanten habe ich aber alles fristgerecht liefern können und meinen Soll erfüllt.

Am Dienstag habe ich dann einen Anruf von meinem Chef aus Frankfurt bekommen (wir sind schließlich international tätig *protz* *prahl*), der sich für die Mehrleistung bedankt hat und damit war die Sache auch wieder in Ordnung. Der Mittwoch hat dann unterhaltungstechnisch geknallt. Ich war mit meinen Kollegen (oder besser Mit-Praktikanten) beim Eishockey und habe den Atlanta Thrashers zugejubelt. War natürlich wieder allet komplett durchorganisiert von Seiten der Veranstalter, denn die Amis wissen, wie man ein Sportevent leitet. So gibts erstmal eine gepflegte Show vor dem eigentlichen Spiel mit Feuer, Lichtern und jeder Menge Gegröhle.



In der Heimatstadt von Coca-Cola gibt es natürlich auch eine VIP-Couch und kostenlose Freigetränke.



Dumm nur, dass meiner einer 50 Meter entfernt saß, dafür war die Aussicht besser. Um die Team auch anzufeuern, gab es jede Menge solcher Plastik-eishockeyschläger, die mächtig Krach machen, wenn man sie aufeinander schlägt.



Nu fragt sich manch ein Leser bestimmt, wer dat Mädel auf dem Foto is. Nein, dit is keine Wurstverkäuferin, die ich aus Habgier überfallen hab, sondern eine Mitpraktikantin der Lufthansa. Um einen bessern Eindruck zu bekommen - hier mal noch ein Gruppenfoto:


[v.l.n.r.: Timo (mit dem ich zusammenarbeite), Barbara (die im "Sales-Department" das Marketing macht) und Abdulla [klingt ur-deutsch und kommt aus Stuttgart (spricht auch so) - arbeitet auch im Sales-Büro]]

Wie man sieht, war die Stimmung schon fast am Siedepunkt (man beachte die lustlos gehaltenen Mini-Hockeyschläger) - es fehlte nur noch mehr Entertainment. Dies bekamen wir in den 3 Pausen geboten, so gab es jede Menge Spiele, in denen z.B. menschliche Pucks einen Hindernisparcour zu überwinden hatten. Im halbtrunkenen Zustand ist dat zumindest wirklich lustig.



Ich werde in den nächsten Tagen auch noch ein Video von diesem Abenteuer auf die Seite stellen - dann ist der Leser mittendrin, statt nur dabei.

Weiter geht's in den Wochentagen. Donnerstag (13.10.2005) wurde ich nach Feierabend von einem Chef des "Sales-Department" - das ist der andere Teil des Headquarters, ich arbeite für "Handling" - zum After-Work-Drink eingeladen. Wir hatten uns beim Tischfußball kennengelernt und ich hab' den Inder gleich ins Herz geschlossen (jawoll, wir haben hier viele Mitarbeiter aus dem Land der heiligen Kühe). Dort angekommen, legte ich gleich mal ein deutsches Trinktempo vor und zeigte den eingewanderten Amerikanern, wo der biertechnische Hammer hängt. Als sich dann noch herausstellte, dass wirklich der gesamte Abend fremdfinanziert wurde, war das Eis endgültig gebrochen. Zum Ende mußte dann die Förstersche-Rechnung in Höhe von ca. 45 Dollar (5 x 6,-Dollar-Bier + 10,- Dollar-Nacho-Teller mit Shrimps + Trinkgeld) beglichen werden, wobei mein Geldbeutel unangetastet blieb - dafür verdient er ja auch mehr. ;-) Die Bedienungen waren übrigens halb-nackt (schwarze Unterhöschen und nur BHs), da halt hauptsächlich Geschäftsmänner da waren und die wollten was zum Gucken haben. Tja, Geld regiert die Welt. Wie dem auch sei, die Woche neigte sich dem Ende und so entdeckte ich noch ein wenig die Stadt mit meinem "Checker Pig-Fahrrad", welches mir mein Mitbewohner zur Verfügung stellt.



Is' natürlich kaum zu glauben für Amerikaner, dass einer freiwillig Fahrrad fährt - aber Kraft meiner Brotsuppe halte ich den Blicken stand. Mein Mitbewohner ist halt sehr cool und so werden wir sicherlich auch nochmal einen richtigen Ausritt in die Natur machen, da er noch einen weiteren Drahtesel sein Eigen nennt.

So, nun haben meine Finger Blasen vom vielen Schreiben. Werde schnellstmöglich über die vergangene Woche (17.-23.10.2005) berichten. INDIANEREHRENWORT - upps, dit darf ick hier nicht zu laut sagen, dass hören die Amis nich so gern ... *duck*

Montag, Oktober 10, 2005

Jaaaaaaaa, er lebt noch

Malzeit,

nach 2 Wochen des Kampfes und der Qualen habe ich (teilweise) mein Heimweh besiegt und springe nun den ganzen Tag lachend durch die Gegend wie ein Blumenmädchen. Nagut, ganz so isses nich aber ich hab mich am vergangenen Sonntag (09.10.) mal dazu aufgerafft und meine Nachbarschaft erkundet. Der Lesern erhält darum einen kleinen Erfahrungsbericht eines Ur-Germanen.

Wie so ziemlich jede amerikanische Großstadt ist auch Atlanta übersät mit Golfplätzen. Das spielen die hier wie unser einer Fußball, so dass auch auf den Plätzen ordentlich Bier anstatt Sekt-Pikolos verdrückt werden. Im Chestain-Park (ungefähr 1 Meile von meiner Unterkunft entfernt) kann man dem edlen Sport also fröhnen und gleich daran angelegt ist ein Sportpark, in dem die Jugend ihrer Kraft freien Lauf lassen kann. Insofern treffe ich zum ersten Mal einen wunden Punkt, in dem man den Amis zu ihrem Lebensstil gratulieren darf. Die verbringen den ganzen Sonntag mit ihrer Familie (sofern sie den eine haben) und feuern ihre Kids an.



Dat das natürlich nicht nur der Freizeitgestaltung zu Liebe ist, wird schnell deutlich, wenn man die brüllenden Eltern am Spielfeldrand sieht, die ihre Kinder anfeuern und lieber früher als später als Profisportler sehen wollen. Dennoch ist diese Art der Beschäftigung besser als gar keine.



Habe im Anschluss auch noch ein Basketball mit Mexikanern gesehen und wurde im ersten Moment schief angeguckt, als ich (= weiße Nudel) die Halle betrat. Das Eis war aber schnell gebrochen als ich ein paar Fotos schoß und echtes Interesse zeigte. Auch hier war die Freizeit-Gestaltung recht professionell und so gaben Anzeigentafel und 3 Schiedsrichter stets Auskunft über den Stand der Spieles (obwohl das maximal ein Straßen-Liga-Spiel war).



Fazit des ersten Herantastens an die doch nicht so fremde Welt: Außen hui, innen pfui. Insofern vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit, der Autor bemüht sich die zeitlichen Abstände der Geschichte wieder kleiner zu halten. ;-)